Schmerzen

Wie hieß es in meinem Arztbrief so schön:
Humerusfraktur rechts, des proximalen Endes.
Tja, nun habe ich eine Platte und sieben Schrauben im Oberarm.
Blöd ist, dass man dann nur noch auf fremde Hilfe angewiesen ist. Es geht nämlich nixmehr. Kein Anziehen, kein Brot Schmieren, an Kochen nicht zu denken. Selbst das Aufmachen einer Flasche oder der Weg aufs Klo ist ein Problem. Toll auch, wenn man Rechtshänder ist und drei sehr kleine Kinder zu versorgen hat. Jetzt springen hier zwei Nannys durchs Haus, in zwei Schichten zum Windeln wechseln und Fläschchen geben, spielen und Laufen lernen.
Soweit, auch doch so gut.
Und dann die zweite Sache: Schmerzen.
Targin zweimal am Tag, Oxigesic bei Bedarf, Lyrica zweimal am Tag und jede Menge Novalgin im Tramal-Mix bei Bedarf.
Schmerzmittel nach einer Arm Op sind schon ganz OK, ABER: diese dröhnen mich voll. So voll, dass ich manchmal alles Weisse in Rosa sehe, müde bin, alles lustig und irgendwie verzogen ist. Am liebsten nur Kinderkanal anschauen würde und das Beste ist: Halluzinationen habe!
Es stehen Kinder in Kinderzimmern, die nicht meine sind. Katzen schleichen im Haus herum, die auch nicht da sind und irgendwo versteckt sich immer irgendwas, sobald ich mich rumdrehe……..Ahhhhhhhhhhhhhh.
Also spätestens in zwei Wochen muss ich von diesem Trip runtersein, meint mein Physiotherapeut. Ja, da gebe ich ihm Recht. Unter anderen Gegebenheiten wäre das ja lustig und spannend, aber so…

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