Guten Morgen: Heidi

Warum ist das „Heidi“-Lied bei kleinen Kindern so beliebt? Mein Söhnchen konnte es singen, lange bevor er lief. Mein Töchterchen quakt es schon seit einer dreiviertel Stunde im Bett. „Heeeeiiiidi, Heeeiiidi, daaaoaaoo iiii ooop!“ schallt es aus dem Kinderzimmer. Eigentlich schläft Töchterchen um die Uhrzeit noch eine kleine Runde. Aber Heidi-sei-Dank heute wird früh gearbeitet. Ich habe noch keinen Kaffee und muss nun laufend an „hohe Tannen im Sonnenschein“ denken. Das wäre jetzt was, einfach die Piste runter, schön in der Sonne. So früh ist es ja auch noch nicht so voll… Vielleicht deswegen. Fernweh? Oder einfach weil man sich zwei Silben so gut merken kann. Heiiiiidi!
Heidi, seit 30 Jahren (oder länger?) kenne ich die Gute nun schon, sie hat bestimmt auch schon graue Haare und einen Stall voll Kinder, oder? Ob Sie wirklich Peter geheiratet hat? Oder Einsiedlerin, wie einst ihr Opa? Und ob sie noch diesen großen Hund hat? Meine flitzen gerade durchs Dorf. Hurra! Hunde alleine im Schnee, heute am Montag. Ach, Whitney ist ja auch tot. Hoffentlich kokst Heidi nicht…Nein, sie hat alles im Griff, da oben im Sonnenschein. Heidi im Ohr, Kaffee in der Hand und die Pistenabfahrt im Kopf. Schön!

Vogelfrei

Wenn der Eine die Interesse verliert, signalisiert, dass er dann doch lieber sich mit seinen Dingen beschäftigt. Nicht mehr wahrnimmt, wie es dem Gegenüber geht, was es denkt, fühlt oder wie es aussieht. Warum wundert es ihn dann, wenn das Gegenüber wegfliegt?