Was gesagt werden muss…Gedanken

Günter Grass. Ich habe es mir durchgelesen. Mehrmals. Ich bin zu jung, um mich mit der Schuld meiner Vorfahren zu belegen. Zu jung, um beurteilen zu können, was Reich Ranicki daran „ekelhaft“ findet. Das alte Abgetroschene? Ist er nicht erhaben darüber? Er? Es gibt Dinge, die machen uns Menschen gleich. Schuld. Schuld und Sühne und die Angst, wieder neue Schuld auf sich nehmen zu müssen, aus der Lähmung der Vergangenheit.
Was ist anstößig daran, Kritik zu üben? Was ist falsch daran, mit vierundachzig Jahren eine Meinung zu vertreten. Die Dotierung? Macht sie uns zu Sklaven, Sklaven des guten Tons? Man tut sowas nicht. Nein, man schweigt. Er ist zu alt und ich bin zu jung, zu jung, mir eine Meinung zu erlauben.
Doch wer übernimmt dann unsere Schuld, Schuld, falls etwas Wahres daran ist, bevor „es zu spät“ ist? Wer?