Einback (oder ein Sonntagsvergnügen)

Da es in meinem Dorf keinen Bäcker gibt, stehen wir ziemlich oft ohne etwas „sehr Leckeres“ oder „ein Sonntagsvergnügen“, wie es Söhnchen mittlerweile nennt, da. Im Nachbardorf ist eine kleine feine Bäckerei mit einem Tante-Emma-Laden. Die Frau darin ist irgendwie ein Teil des Ladens, gensauso liebenswert und irgendwie sonderbar, wenn man es nicht gewohnt ist. Ich kannte keine Tante-Emma-Läden mehr. Der letzte in meiner Heimatstadt starb, als ich 6 war…Der Aldi und Lidl-Boom nahm uns den letzten Teil Romantik. Hier ist es noch anders. Die kleinen Läden sind gerade für ältere leute existenziell.
Manchmal kaufe ich dort sogar meine Hefe. Die wird dann von einem grossen Block in der Theke geschnitten. Handtellergross ist dieser Hefeblock. Der Bäcker kommt dann selbst in den Laden und „rechnet“, wieviel ich brauche, für die Menge Mehl und FLüssigkeit. Er packt sie dann in Frischahltefolie und verschließt es mit einem roten Gummiband.
Ich könnte schören, die Sachen gelingen immer, mit dieser Hefe. Oder liegt es einfach ander Eifelluft 😉

Hier benötigt man für 16 Stück „Einback“ :

ca. 30 g Hefe (also ein Supermarkt-Würfel, geht auch mit 42g)
40 g Zucker
ansetzen mit 1/4l handwarmer Milch
und darin dann 80 g Butter auflösen

500 g Mehl
1 Ei
nach und nach untermischen und 30 min zugedeckt gehen lassen.
Dann zwei Rollen formen und mit einem Messer je 8 Stücke schneiden.
nebeneinander auf ein Blech setzen und solange gehen lassen, bis sich das Volumen gut verdoppelt hat.
Mit einem Eigelb-Milch Gemisch bestreichen und 35 min bei 180°C Ober-Unterhitze backen.

Am Sonntag, warm- mit Honig, Marmelade oder Butter genießen.

Einback

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5 Gedanken zu “Einback (oder ein Sonntagsvergnügen)

  1. uah. sieht das lecker aus. und deine beschreibung von dem tante-emma-laden: herrlich.

    ich bin mit sowas aufgewachsen. ddr kind und so. als meine mutter mich einkaufen schickte, mit nem zettel in der hand den ich noch nicht lesen konnte, war das schön. sie wogen mehl aus grossen säcken ab. butter wurde von riesigen stücken abgeschnitten und gewogen. ich liebte das.

    als dann die wende kam und diese ganze supermarkt sache bei uns gross wurde, fand ich es blöd. ich war 1. überfordert und 2. vermisste ich den direkten kontakt. das sehen.. wie was gemacht wurde. zurechtgedaddelt wurde. alles war schon verpackt. und soviel davon Oo..

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  2. so sehr ich das stadtleben genieße und liebe – solche „romantischen“ erinnerungen an die zeit, als mein heimatdorf noch ein richtiges dort war, finde ich wunderbar. und auch in der stadt zieht es mich immer öfter in die läden, die privat geführt werden.

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