Lesenswert

http://www.zeit.de/karriere/2016-04/alleinerziehend-eltern-unterhalt-armut

10 Gedanken zu “Lesenswert

    1. Wer Kinder in die Welt setzt, sollte sich vorher Gedanken zu seinem Lebensverlauf und der Versorgung machen. Von Schuld kann man bei einer Trennung nicht sprechen, wohl aber von fehlender Verantwortung den Kindern gegenüber und Kompromisbereitschaft in der Partnerschaft.
      Dann nach dem Staat und Unterstützung zu schreien ist in meinen Augen der falsche Weg.

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      1. Das Leben ist nicht immer voll planbar. Es gibt immer Gründe dafür, wenn Kinder uns Eltern in diese Situation geraten- und es ist nicht immer möglich, schnelle, gute Auswege zu finden.
        Mein Leben war auch anders geplant. Mitleid ist überhaupt keine Hilfe, sondern es sollte mehr soziale, tatkräftige Hilfe geben, kein Druck und Unverständnis der Mitmenschen. Ich habe gelernt, erst über die Situation anderer zu urteilen, wenn ich genau weiß, um was es geht.

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  1. Guten Morgen.

    Meine Exfrau und ich haben damals in der Form der Zugewinngemeinschaft geheiratet.

    Meine Frau hat damals, vor der Ehe, aus gesundheitlichen Gründen das Abitur nicht zu Ende bringen können. Aus diesen gesundheitlichen Gründen mußte die Geburt unseres Sohnes künstlich eingeleitet werden. Dadurch hatten wir dann die Situation, daß unser Kind sehr geschwächt auf die Welt kam, kaum trinken konnte und Durchfälle wie Wasser hatte. – Eine vierundzwanzig Stunden Versorgung also.

    Die Geburt unseres Sohnes war Anfang 1983. Ich verlor einen gut bezahlten Job und wir wurden von den Schwiegereltern aufgenommen, was allerdings nicht lange gut ging.
    Dann wurden wir von meiner Schwester und deren Familie aufgenommen, was ich ihnen nie vergessen werde. – Die erste Entspannung in dieser extremen Zeit. Ein Kinderarzt riet zur Ernährung des Kindes mit Blaubeeren und Reiswasser. – Das half. Als unser Kind drei Jahre alt war, endete diese schlimme Phase und langsam kehrte ein wenig Normalität ein.

    Ein neuer Job? – Ich war zu lange raus, als Sozialarbeiter und hatte zudem wenig Berufserfahrung. – Es folgte die Umschulung zum Ergotherapeuten. Wieder eine schwierige Zeit für uns alle.

    Danach bekam ich dann endlich wieder einen Job und konnte mich durch den Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber verbessern. Meine Frau machte das Abitur nach und konnte sich mehr um ihre Gesundheit kümmern. Dann fing sie an zu studieren. Es gab immer noch reichlich Probleme… Und sie wollte studieren und sehr schnell in den Beruf. Warnungen überhörte sie, daß es in der von ihr geplanten Zeit einfach nur scheitern müsse.

    Mit siebzehn Jahren bezog mein Sohn mit Unterstützung des Jugendamtes seine erste eigene Wohnung und ich ging weg vom Rheinland nach Schwerin, wo ich Arbeit gefunden hatte. Abstand, dachte ich…

    Die Ehe scheiterte trotzdem.

    2003 wurden wir geschieden. Rentenpunkte aus vielen Ehejahren gingen an meine Frau. Ihr Studium scheiterte und sie wurde frühberentet; da war sie gerade vierzig…

    Und nun darf ich in Rente gehen; vom Amt aufgefordert; in Hartz IV Rente mit dreiundsechzig…

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  2. Ich finde, es müsste erleichtert werden, den Kindsvater zu belangen. Auch ohne jahrelangen juristischen Krieg. Das sollte doch auch im Interesse des Staates liegen.
    Ich finde auch, dass es nicht sein kann, dass der Staat für Kinder aufkommen muss, weil sich der Erzeuger einfach weigert seiner Verantwortung nachzukommen. Andere Leute müssen ihre Kinder ja auch selbst finanzieren.
    Natürlich – keine Regel ohne Ausnahme, aber eigentlich ist das Sache des Vaters.

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