Kreativitätsterror

Sohnemann hat Sommerferien.

Kurz und knapp, er ist geistig und körperlich unterfordert und auch nicht mit Freunden, Kinderspielplätzen, Waldausflügen oder (letzte Instanz) Fernsehen, mal einige Zeit aus dem Verkehr. Handy oder Tablet besitzt er nicht…..was auch gut so ist.

Auf der gestrigen Einkaufstour kamen wir an einem Sperrmüllsammelplatz vorbei, an dem noch einige Elektroschrottteile herumlagen, die auf den ersten Blick sehr anziehend wirkten,……auf Sohnemann….

„Stoooooohoooppp! Mama, das brauche ich, da sind Microchips drinne, damit kann ich einen Androiden bauen, der meine Hausaufgaben macht!“

Ich trat unverzüglich, im Schockzustand, auf die Bremse.  Oh meinGott, mein Kind hat zuviel „Star Wars“ geguckt!  Er ließ sich mit keinem Argument davon abringen. Nich einmal die Nummer :“Wenn das Jugendamt uns sieht, oder wir angezeigt werden, denken die ich will Dich zum Messi erziehen und sperren mich ein!“- zog.

Auch nicht: “ Wenn Dich einer sieht, denken die Leute, ihr fördere Kinderarbeit an Elektroschrott, wie in China….und dann kommst Du zu Pflegeeltern!“

Er stieg aus und lud ein….ich war machtlos. An die Tatsache, dass Anwohner meine Autonummer notieren könnten, dachte ich besser nicht.

Nun liegt der Mist im Garten und er fummelt mit Opas Akkuschrauber seit drei Stunden (jetzt ist es erst 10Uhr am Vormittag!) daran herum. Brüderchen und Schwersterchen stehen ratlos und ausnahmsweise sprachlos daneben, aber durchaus bereit, ihren großen Bruder bei allem zu unterstützen und den Kram gegen mich zu verteidigen. Mir schweben schlimme Dinge vor.

Ein schwarzer Motorradhelm lag übrigens auch dabei und muss in der Küche grundgereinigt werden………Ahhhhhhhrrrgggg

Aber, gerade habe ich bei Pinterest diese spektakulären und unglaublichen Ideen geklaut! Unfassbar toll……

Und das Allerbeste: Der Sandcrawler soll es werden!!!!!   Jeaaaahhhhhhhhhh!!!

Stilblüten

Ich lauschte zufällig einem Vater- Tochter Dialog, beim Ausfüllen eines „Freundebuches“,   das Mädchen war etwa vier Jahre.

„Mäuslein, wie ist Dein Spitzname, muss ich hier eintragen.“

„Ich heiße Leoni!“    

„Ja, und Dein Spitzname? Wie rufen sie Dich im Kindergarten zum Beispiel?“ 

„Esseeeeeeeenszeeeeeeiiiiit!“

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Wir saßen am Esstisch und ich meckerte über den Ketchupfleck auf Töchterchens T-Shirt…      Töchterchen (5) : „Mensch Mama, bleib locker, nimm doch Vanish Gold!“ 

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Sohnemann, sieben Jährchen alt, saß in der Mitte der Treppe und starrte mich an. Ich stand unten und hatte gerade erklärt, dass er durchaus ein paar Tage zu Oma und Opa darf, aber nicht drei Wochen am Stück.    Er: “ ….aber ich muss da hin wegen Fridaaaaaaaariiiieeeeeeke !!!   Das ist nämlich wichtig!  Die zieht bald um….. und ich bin in die!“        Ich: „Du bist in die..??????? Was bitte genau?“     „Hä, Mama-“ und sein Gesicht wurde ernst und bedenklich…. „Wirklich jetzt, ich bin in die!“  Ich zuckte mit den Schultern. „Ja, was bist Du denn in die?!“   Jetzt schossen ihm Tränen in die Augen und als ich mein Baby wie ein Häufchen Elend da sitzen sah…..mir auch. „Verliebt, ich bin verliebt. “

Was für ein historischer Moment in unserem Leben, auf der braunen Holztreppe in unserem neuen Zuhause.

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Übrigens turnen wir mir Säge und anderem Gerät durch den Wald um kleine Stämme und Holz zu organisieren, um Allerlei Ferienbeschäftigung zu basteln. Vom Webrahmen aus Ästen über kleine Rehe und Hirsche für Wintergartendeko. Ungefähr wie das, von Pinterest……  

Tierschutzorganisationen- Das Geschäft

Vor ein paar Jahre hatte ich mich schon einmal mit dem Thema auseinander gesetzt. Lokale “Katzenschutzorganisationen”, Gutmenschen oder einfach (meistens) Frauen mit einem Mutter Theresa Syndrom sind gerade auf den ländlichen  Dörfern stark vertreten.  Aber trotz aller Gutmensch- Handlung, ist manchmal schon fast kriminelle Energie und Handlung dahinter. Selbst in abgelegen Dörfern ist es selten, dass “wilde” Katzen plötzlich  “auftauchen”, die eingefangen werden müssen.

Oft gehören diese Leuten und sind aus unterschiedlichen Gründen “abgängig”, manchmal ist es nur ein Umzug oder ein neuer Hund in der Nachbarschaft, der die sensiblen Tiger vergrault und in andere Gebiete treibt.

Katzen sind ja bekanntermaßen  eigenwillig.

Der “Tierschutzverein” fängt die Katzen, lässt sie verschwinden  und vermittelt diese dann munter weiter!

Es wird selten genau hingesehen. Weder Chip noch Annoncen kontrolliert,  oder rumgefragt – schließlich ist es ein schneller Euro und steuerlich auch noch absetzbar. Ein Mutter Theresa-Syndrom, dass sich sich noch finanziel lohnt.

In Hinterzimmern oder bei gutgläubigen “Helfern” der Organisation werden kleine Kätzchen abgegeben, die absichtlich “gezüchtet “ wurden um Geld zu machen. Meistens ziehen die Helfer die Kätzchen in gutem Glauben und helfen der Absicht gross.

Bis sie dann für bis zu 120 Euro pro Tier “vermittelt” bzw  verkauft werden.

Leider lässt sich echte Hilfe oft nicht von krimineller Handlung unterscheiden. Das ist traurig, denn nicht alle “Katzeschützer” sind über einen Kamm zu scheren. Allerdings : Diebstahl bleibt Diebstahl.

Ich habe meine Katzen gechipt. Und nach meinem Umzug verschwand meine Katze auf mysteriöse Weise. Ich bin mittlerweile knallhart, Tierschutzverein ist kein Mittel gegen Langeweile mancher Dorfdamen, das schädigt generell die Arbeit der wirklichen Helfer und rückt alles in schlechtes Licht.

Rechtlich sind diese Vereine umstritten.

Warum nur?

Frau Merkel 

Leider fehlt mir das treffende Wort- 

Sehr geehrte – Liebe – Hallo Frau Merkel?! 

Ich bin bewusst unhöflich. Es ist fast neun Uhr am Samstag und von Ihnen kommt Nichts! Einfach Nichts!

Sie haben keine Verantwortung,  an der Tat eines scheinbar psychisch Kranken.

Aber warum haben Sie keine Lust, ihre Trauer und ihr Mitgefühl auszudrücken? 

Selbst mein Chef würde das tun- Erschütterung zeigen- Hand reichen und emotionale Wärme signalisieren. 

Es ist jetzt vierzehn Stunde  her! 

Ich werfe Ihnen Scham und Feigheit vor. 

Kalt zu bleiben ist keine Größe!