Und dann…

Sass ich gestern in der Notaufnahme des Krankenhauses in Sprudelstadt. Mit Schmerzen in Level 13 und dem Gefühl, jemand beansprucht meinen Fuss für sich alleine.

Wie klein die Welt ist, bemerkte  ich, als die Röntgenassistentin hörte – heimatlichen Dialekt.  250 km von Daheim. Weiter ging es bei dem behandelnden Chirurgen- den ich seit zwanzig Jahren kenne und jeden erwartet hätte, hinter den grossen Flügeltüren, nur nicht ihn- nach 15 Jahren, mitten in der Eifel, als Doktor und mein Ritter für heute. Er sah mich genauso fassungslos an, wie ich ihn. Noch fassungsloser allerdings das Ultraschallbild von meiner Achillissehne.

„Herzchen, morgen kommst Du her und wir machen MRT. Das da gefällt mir nicht. Und wenn ich Dich selbst nach Köln fahren müsste dafür. …Ich bestelle den Chef dazu!“

Mir brach der Schweiß aus. Ein „raumforderndes“ Etwas in meinem Fuss ist mir unheimlich.  

Im Moment war ich dankbar, einen Arzt hinter mir zu wissen, der nicht mit Sätzen um sich wirft, wie: „Das hatten wir hier aber noch nie!“ Oder: „Fahren Sie am Besten mal zur Uni!“ 

Ja, das mit der ärztlichen Versorgung ist hier so eine Sache. Spezialisten gibt es hier nur in Form von Landschaftsfotografen. Leider.

Jetzt liege ich hier und warte. Und habe Schmerzen- als würde mir jemand die Vene zudrücken.  Aber auch das bekommt mein Doc hin, davon bin ich überzeugt und seit langem verlasse ich mich auf Jemanden. 

Habt Spass heute – 

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