Ja, genau. Facebook und kein Ende 

Gesehen bei jetzt.de……noch vor den Einhörnern….

29.08.2017 • Startseite • Digital • Hass auf Facebook-Kochvideos

Ich hasse euch, ihr Facebook-Kochvideos!

Warum unsere Autorin sich beim Ansehen dieser Videos manchmal gerne selbst frittieren würde.

Von Berit Dießelkämper

Kochvideo Facebook Foto: Schreenshot Facebook       Link: http://www.jetzt.de/digital/hass-auf-facebook-kochvideos

Liebe Facebook-Kochvideos,

 

ihr taucht immer wieder in meiner Timeline auf und ich mag euch nicht. Ich finde euch sogar ziemlich scheiße. Ihr macht mich entweder hungrig oder sauer. Hungrig, weil es ja manchmal doch ganz lecker aussieht, was ihr da zeigt. Und sauer, weil ihr etwas als Kochen verkauft, das kein Kochen ist. Es gibt so unfassbar viele eurer Art, dass ich mich kaum in der wunderbaren Welt des Internets bewegen kann, ohne dass ihr mir begegnet. Aber keine Sorge, ich habe genug Hass für euch alle.
 

Ich empfinde euch als eine ziemliche Zumutung. Warum? Beginnen wir bei der Auswahl der Zutaten. Die Grundzutaten eines jeden Videos sind entweder Käse, Schokolade und/oder ein vorgefertigter Teig. Der Käse kommt in allen Formen und Farben (Cheddar, Mozzarella, Parmesan, gerieben, gehobelt, im Stück) – hauptsache Käse. Käse in Mengen, die jeder laktoseintoleranten Person die Tränen in die Augen treiben. In jede Frikadelle wird noch ein Stückchen Käse gestopft, jedes Gericht noch einmal deftig überbacken. Käse-Overkill!

 

Der Teig wird nicht selbst gemacht, nein, ein Fertigteig wird weiterverarbeitet. Am häufigsten der Zimtbrötchen-Teig aus der Dose, gefolgt von Blätterteig oder Keksen. Zerkrümeln, mit zerlassener Butter und Ei feucht und formbar machen und in eine Backform drücken. Et voilà, ein Kuchenboden – ganz ohne Backen! 

 

Das ist, als würde man Malen nach Zahlen als ein Kunstwerk verkaufen.

 

Auch eine Wahnsinnsidee: Von Toastscheiben die Kanten abschneiden, mit einem Nudelholz dünn ausrollen, mit Schokolade (what else?) bestreichen, zusammenrollen und frittieren. Diese stümperhafte Zubereitung verdient nicht mal mehr den Namen Arme Ritter, das sind Erbärmliche Ritter. Außerdem schafft man es so, bereits ziemlich ungesunde Sachen fettfrisch gebacken noch ungesünder zu machen.
 

Grundsätzlich wird alles frittiert, wirklich alles! Frittierfett als Balsam für die Seele und als Brennstoff für meinen Hass auf Facebook-Kochvideos. Wer schon einmal einen Topf Frittierfett in einer Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnung erhitzt hat, weiß, dass man davon geruchstechnisch noch gut eine Woche was hat und dass es zwar ganz geil, aber auch alles gleich schmeckt. Ganz zu schweigen von dem Herzinfarkt, den man beim bloßen Ansehen erleidet.

 

Ihr lasst Sachen leicht erscheinen, die es nicht sind. Mich kotzt es an, dass die Zutaten durch halbherziges Rühren mit dem Kochlöffel vermengt werden, und ich frage mich: Wie kann daraus jemals eine schöne, geschmeidige, nicht-klumpige Masse werden? Aber bei euch wird es das immer, bei euch gelingt jedes Mal alles. Was für eine Lüge! Das Allerschlimmste bei der Zubereitung sind aber die kleinen Kinderhände, die dazwischenfunken. Sie sollen mir suggerieren, dass das Rezept total einfach ist – oder aber, dass ich zum perfekten Gelingen noch ein Kind brauche.

 

Auch schlimm: die Musik. Eine Mischungs aus Fahrstuhlmusik und Klamottenladen für Teenies. Immer ein bisschen zu groovy, immer ein bisschen zu hektisch. Sie löst in mir den Wunsch aus, mich selbst zu frittieren.
 

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Moderne Mafia- die Pharmaindustrie 

Eine Mafia existiert auch in der Jugendamt- Kinder- Problematik. Um Statistiken und Landeszuschüsse zu bekommen, werden Kinder in Therapien gesteckt, in denen sie total fehl am Platz sind. Eltern werden unsinnige SPFHs aufgedrückt, die schlecht ausgebildet sind und die Probleme nur noch vergrößern. Familien werden gemobbt und öffentlich bloßgestellt. Auf Kosten argloser Kinder, damit die Therapeuten- Lobby Klientel hat! Ob hier Schmiergeld fließt oder nicht, das ALLES geht auf Kindswohl und ist meistens mehr Kindswohlgefährdung, als tatsächlich bei solchen Maßnahmen stattfindet.

Zitat

„Ein gelassener Umgang mit Chancen, die man im Laufe seines Lebens verpasst hat, spielt eine entscheidende Rolle für die Lebenszufriedenheit im Alter.“

Aber ich würde sagen, dass es darauf ankommt, was man verpasst. Eine verpasste Liebe, ein verpasstes Leben ist schwerwiegend.  Aber gibt es nicht den Spruch: Never change a running system… ?