Love is… ;-)

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Netzfund

Aus dem Netz irgendwo….:

Es gilt weiterhin meine Meinung, dass Jobs und Aufgaben, in denen es um Kinder und „Kindswohl“ geht, auch nur an Leute mit Kindern vergeben werden sollten. Denn das hier verstehen nur Menschen……. mit kleinen liebevollen Zwergen! 

Eigentlich muss man echt einen Dachschaden haben, wenn man heutzutage noch Kinder bekommt. Unfassbar viele Nerven, Zeit und auch Geld gehen drauf um am Ende dann doch nur der Buhmann zu sein, weil das Abendbrot in Vierecken statt in Streifen geschnitten wurde und die Bettgehzeit schon beginnt, wenn die Sonne noch nicht untergegangen ist. Überall, wo man sonst träumend und aufs Handy glotzend, schlendern konnte, lauern jetzt Todesfallen, man kämpft ständig ein Gefecht zwischen „Mal loslassen und machen lassen“ und „in Industriefolie wickeln und einsperren“ und ist am Ende des Tages meist sicher, dass die getroffene Entscheidung falsch war. Ein Abend nur mit dem Partner ist ein Organisationsmarathon, als würde ein Staatspräsident zu Besuch kommen und wenn man keine Omas oder Tanten hat, wird der Kinobesuch gleich noch mal ein vielfaches teuerer. Ausschlafen, mal so richtig lange und oft, ist eine schöne Erinnerung an vergangene Tage, der stark reduzierte Freundes- und Bekanntenkreis ein Ratgeberverein mit 50 unterschiedlichen Meinungen von 50 Leuten. Immer das Gefühl andere machen es anders und besser und ungestresster und souveräner. Quality-Time oder sogar sinnlos vertrödelte Stunden führen unerlässlich zu schlechtem Gewissen, Kartenspiele werden zu großen Dramen, „Ich zähl bis 3, dann…“ zum meistgenutzen Satz überhaupt. Bei jedem Schnupfen die Angst es könnte Ebola sein, bei jedem Auto in 50 Metern Abstand die Angst gleich passiert was, in jedem Sandkasten die Angst vor HIV-Spritzen und Glasscherben. Und diesen Phasen. Erst Blähungen, dann bekommen sie Zähne, dann ein Abo für Mittelohrentzündung und wenn das alles vorbei ist, kommt die Trotzphase. Heute ist Papa der Beste, morgen der Böse übermorgen die ganzen Welt ungerecht. Tausende Fragen und so wenig Antworten und Erklärungen. Wo ist denn Opa jetzt, wenn er gestorben ist? Wo kommen die Babys genau her? Kann man das dem Großen schon sagen, aber der Kleinen nicht und was wenn der Große es der Kleinen sagt? Man will sie mit Geschenken, Süßigkeiten und Liebe erdrücken und gleichzeitig nicht verwöhnen, gesund ernähren und Freiräume lassen. Wie schwer es Mamas mit Kind im Berufsleben haben und wie unverhältnismäßig schwerer es Alleinerziehenden geht, davon will ich erst gar nicht anfangen. Und dass man Steuern zahlt, während man Steuerzahler mit seinem Geld erzieht, aber selbst wohl keine Rente mehr bekommt, davon auch nicht. Egal.
All die Sorgen, all die kurzen Nächte und Augenringe, all die Blicke aufs Konto und all die trotzigen Schreiereien sind dennoch ein fairer Preis. Für diese kleinen Wunder, wenn sie wieder etwas können, dass für Außenstehende überhaupt nicht toll ist und du der ganzen Welt zeigen willst. Die ersten Schritte, die ersten Worte, das erste Mal auf dem Töpfchen, die erste Nacht ohne Schnuller, das erste Fußballspiel. Für diese schönen Sekunden, wenn alles perfekt ist, bevor sie sich wieder gegenseitig die Bauklötze über den Kopf hämmern. Für diese Anfälle von Gefühlen, wenn sie dich so fest drücken, dass du kaum noch Luft bekommst. Für die vielen Dinge, die vorher so viel Platz im Leben eingenommen haben und jetzt total unwichtig sind. Für das Gefühl, wenn aus Unsicherheit Routine wird. Für die Millionen Erfahrungen, die man nie gesammelt hätte. Für das Wissen, dass man alles stehen und liegen lassen würde, wenn es nötig ist. Für diese Erfolge, die kommen, wenn man dran bleibt und sich nicht zu schade ist, auch mal der Bad Boy zu sein. Für die Momente, wenn du merkst, dass aus einem hilflosen Wesen eine kleine Persönlichkeit mit Charakter und Meinung geworden ist. Für das Gefühl, dass das Aufstehen jeden Morgen einen Sinn hat und auch am nächsten Tag noch haben wird – egal was sonst passiert. Für die verheilten Schürfwunden und verklebten Trostpflaster, die gebauten Ritterburgen und Krankenhäuser, die erfundenen Gute-Nacht-Geschichten und wiederentdeckten Hörspiele, für den Urlaub zwischen Kinderpool und Mini-Disco, für das Teambuilding, dass die Partnerschaft oft so sehr beansprucht, aber auch so stark zusammenbindet. Für das Vermissen, für das total genervt sein und nach fünf Sekunden wieder lachen können, für das an die Hand nehmen, Huckepacktragen und Gute-Nacht-Kussi wollen, für das auf der Couch einschlafen und ins Bett tragen, für so viel, was man nur verstehen kann, wenn man es kennt. 
Es ist so selten leicht, aber so oft schön. Und auch wenn ich jeden verstehe, der darin nicht seinen Sinn findet, bin ich froh, ihn darin ein Stück gefunden zu haben. Den täglichen Kampf gegen Launen und Unverständnis zu kämpfen. Auch mal fünf gerade sein und den Fernseher an zu lassen, aber eben auch beim 30. Mal nicht den einfachen Weg zu wählen, wenn Zähneputzen mit zehn Minuten Geschrei verbunden ist und man bei einem NEIN der Depp ist, wo ein JA zwar easy, aber eben falsch wäre. Es ist ein gutes Gefühl bedingungslos zu lieben und den eigenen Akku damit zu entleeren zwei kleine Menschen so zu erziehen, dass diese Welt wieder ein paar Milliprozent ein besserer Platz wird. Es ist manchmal so anstrengend, dass man weglaufen möchte. Aber es ist manchmal so schön, dass man sein Glück nicht für sich behalten kann.

Ich liebe meine Kinder über Alles!