Ein bisschen Heimat

Mein italienischer Nachbar hat die Musik an, die Terrasse hell erleuchtet und es sind noch Gäste da.

Es ist warm.

In meiner Heimat fangen im August die Feste an. Weinfest, Backfischfest, noch ein Weinfest, Kellerwegfest….. usw.  Hauptfest, Nachlese und dann Weinlese. Das Hauptevent eigentlich. Es wird gefeiert, gearbeitet und gertunken bis in den November. Jedes Wochenende.

Es riecht nach Trauben, Zucker, in den Kellern gluckert der gährende Traubensaft zu Fedderweißer. Das Jahr fliegt. Man hat verdammt viel Spass.

Hier ist bald Winter. Die Leute gehen früh in die Häuser und früh ins Bett. Keiner feiert, keiner sitzt draußen bis Mitternacht, selbst heute nicht. Obwohl es warm und angenehm ist. Keiner grillt und unterhält die Nachbarn im Umkreis von 100 m mit Musik, Spass und Grillgeruch. Warum ???

Schade eigentlich.

Die Leute können hier auch nicht verstehen, warum man eine Terrasse braucht im Sommer. Auch am Abend …und bis spät in die Nacht. Warum man Wein trinken möchte, an Kerzen herumspielen möchte und zum 76 Mal einen uninteressanten Schwank aus dem Leben seines Freundes zum Besten bringen muss.

Ich fange einfach mal damit an.

Meine Haare sind schließlich wieder 2 mm lang!

 

 

 

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