Das Brot mit Haselnüssen

Nun bin ich ja keine Hamsterkäuferin. Wir hatten einen dzungarischen Zwerghamster und der ist seit Januar tot, also kein Hamster- Händchen … Spaß bei Seite, mit drei Kindern fallen wir in jedem Supermarkt auf. In Corona- Zeiten sowieso. Wenn ich mit zwei Packungen Mehl an der Kasse stehe, weiß ich, dass es entweder für zwei Tage brotbacken oder Nudeln machen bedeutet. Mehr nicht. Die Nudelmaschine ist also Luxus geworden, wegen fehlendem Mehl. Ebenso übrigens andere „fertige“ Nudeln, aber das Problem kennt sicher jetzt auch jeder. Mehl und Nudeln kaum noch erhältlich… Als Risikopatientin alle zwei Tage im Supermarkt zu stehen macht auch irgendwie keinen Sinn… aber was will Frau machen?

Der Bäcker ist teurer geworden und wer möchte schon mit drei Kindern täglich fast 6 Euro nur für Brot ausgegeben? Davon abgesehen hat er kaum noch leckeres, gesundes Brot im Angebot. Billiges Weizenbrot und Roggenmisch ist mittlerweile der Renner dort.

Nun essen meine Zwerge viel… die wachsen über Nacht …

Also kramte ich in meinem Fundus und beschloss selbst wieder zu backen.

Weiter unten in meinem Blog finden sich noch einige Rezepte, damals (vor Jahr und Tag…) hatte ich noch Zeit…..

So. Küchenmaschine, neu aber billige Plagiat-Errungenschaft von Amazon, Kinder vor der Glotze geparkt und los ging der Spaß ! Allerdings habe ich direkt ein dickes Problem bekommen…. denn ich hatte auch keine Hefe mehr ergattern können. Drei Wochen lang sind die Regale schon leer im Dorf. Leer … leer ! Mit Augenaufschlag und meinem mütterlichen Charme konnte ich ein letztes Päckchen frische Hefe im Dorfladen erstehen . Ein Päckchen! Ein einziges Päckchen!

Ok. Da ich keine neue Medizin mit Hilfe von Datteln, Zucker und Wasser in Glasflaschen herstellen will, sprich „Naturhefe“ selbst machen möchte (bei meinem Talent erfinde ich nur ein neues Malaria- Gegenmittel…), googelte ich „Hefe vermehren“….

Ich bin nicht geduldig und lesen und experimentieren ist auch so eine Geduldsprobe für mich. Da stand: 300ml Weizenbier, 200g Zucker, Hefewürfel und 200g Mehl. Ok. Ich mischte das. Lies es stehen und teilte den Teig dann durch 4. Die „Hefe“ habe ich in Schraubgläser und eingefroren. Den 4. Teil habe ich verwendet und so weiter „vermehrt“….

Das Rezept:

Den, nennen wir ihn „Vorteig“, mit dem restlichen Hefeweizen und etwas (kleine Tasse) Mehl nochmal füttern und gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

1kg Dinkelmehl oder Weizenmehl mit 200g Roggenmehl mischen und mit dem gut verdoppelten Vorteig verkneten. Ungefähr 500ml warmes Wasser hinzu, aber immer nur so viel, bis sich der Teig von der Schüssel noch gut ablöst.

1 Teelöffel Kümmel und Salz hinein.

Anis oder Fenchel ist auch toll. Wer kein Gewürz zur Hand hat, kann einen Bio- Teebeutel öffnen und kurz im Mixer mahlen ……

1 Päckchen Haselnusskerne kommt ebenfalls hinein.

Dann kneten und auf ein Backblech mit Backpapier setzen. Wenn man den Teig mit mehligen Händen rundherum eingrenzt, geht er nicht zur Seite, sondern später nur nach oben….

Gehen lassen, bis es sich fast verdoppelt hat!

Sooooooo und nun mein Problem.

Frau Mitohnesahne hat einen kaputten Ofen und ihr wisst ja schon, wegen angespannter gesundheitlicher Lage, auch kein Geld für einen Neuen. Der Temperatur- Dings ist kaputt und er heizt, heizt und…… Also musste ich das Brot :

Brot in den kalten Ofen schieben.

Bitte unten ein hitzebeständiges Gefäß mit Wasser in den Ofen, damit das Brot besser geht.

50 Minuten unter Beobachtung backen…, schätzungsweise bei 190-200 Grad. Dann nach 15 Minuten herunterschalten. Geht bei mir nicht, also reiße ich einfach die Ofentür auf…. macht Haare trocken, glättet schnell alle Gesichtsfalten und heizt gut die Küche.

Dann fertig !

Es wird riesig und erinnerte mich an den Truthahn bei „Hilfe es weihnachtet sehr“, der allerdings platzt, wenn man ihn anschneidet.

Fertig!

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