Rauhnächte

Es sind Rauhnächte. Ich räuchere, traditionell, weil man das in der Eifel so macht. Wäsche muss ich waschen, denn sonst bricht das Chaos aus. Also Tradition in kleinen Dosen. Heute backe ich Krapfen. Irgendwie mache ich das auch seit Jahren um diese Zeit. Warum? Keine Ahnung. Die Kinder lieben das.

Ich lerne gerade, wieder in meinem Bett zu schlafen. Allein. Selbst den Hund hab ich aus dem Schlafzimmer verbannt.

Es läuft wieder. Langsam. Schließen wir das Jahr einfach ab. Verpacken wie es und verstauen es im Schrank. Ganz unten…

7 Gedanken zu “Rauhnächte

  1. Traditionen können etwas sehr Schönes sein, finde ich. Und gerade um die Raunächte ranken sich so viele regional verschiedene Legenden, die ich faszinierend finde. Wenn Aberglauben und Magie sich miteinander vermischen, ist das richtig guter Stoff für eine Kurzgeschichte. Ich werde meine dazu später einstellen.

    Dass mit dem „wieder allein Schlafen lernen“, ging mir nach der Trennung auch so. Und das ist mir anfangs schwer gefallen. Ich habe die Schlafgeräusche meines ehemaligen Partners furchtbar vermisst. Manchmal geht mir das auch heute nach all den Jahres des Alleinlebens noch so. Aber irgendwann habe ich mich daran gewöhnt, dass die andere Seite des Doppelbetts leer ist, ich mich im Schlaf auch quer ausbreiten kann, und da keiner mehr ist, der nachts überraschend Körperkontakt sucht und sich an einen kuschelt. Das braucht Zeit.

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