Herbst… am Arsch der Welt

Mein Auto hat den Dienst quittiert. Scheint eine längere Sache zu werden, denn es ist der Motor. „Fahr Bus !“ war die Ansage einer Bekannten. Tja, in der Eifel. Da fahren zweimal am Tag Busse nach links oder rechts. Ich hab gestern rechte Richtung Luxemburg genommen und war einkaufen. 40 Kilometer gesamt, für Eier, Öl, Fleisch , Brot, frisches Gemüse und solche Dinge. Unser Laden im Dorf hat Lieferschwierigkeiten für diverse Dinge. Kein Cola, keine Katzen und Tiernahrung, kein Katzenstreu und diverse Lebensmittel gleich gar nicht mehr. Deswegen ab zum Aldi. Jetzt ist der nächste Laden in Luxemburg, Berg runter, über die Grenze und laaaange Berg wieder rauf.

Ich schleppe natürlich kein Katzenstreu im Bus, aber 4 Flaschen Cola hab ich mir gegönnt. Nudeln, Gemüse und Spülmittel sind schwer. Das weiß ich jetzt auch. Meine Handgelenke mittlerweile auch. Armmuskelaufbau durch Tüten schleppen, Rucksack und Trolli. Nein, ich bin kein Flüchtling, ich war nur einkaufen. 4 Personen brauchen Essen, das ist auch klar. Aber woher nehmen, wenn weit weg? Also bestelle ich ab heute„Hello fresh“, das Katzenstreu und 12 Kilo Hundefutter im Internet und auf Sprudel wird verzichtet, bis der Laden wieder welches verkauft.

Amazon liefert, trotz Prime hier, erst nach 2-3 Tagen. Die Post Frau stöhnt, wenn ich 6 Dosen Kartoffelsuppe bestelle und guckt sowieso komisch, weil auf vielen Kartons mit Lebensmittel meistens Weinflaschen außen abgebildet sind. Abgebildet, nicht enthalten. Aber das sieht sie ja nicht. Bin Dorfgespräch, das Mindeste, was die hier tun können. Lach.

Hier Eifel, Deutschland, im Jahr 2022.