Haarseife

Ich habe also die Shampoos und Duschgels reduziert. Einfach nicht nachgekauft. Gespart habe ich damit um die 20 Euro in 4 Wochen. Allein durch Seife, Shampoo, Duschgels und Zeug, was die Welt nicht braucht. Sicher gibt es Gemotze von den Kindern, denn feste Seife ist etwas unbequemer. Aber billiger und besser.

Als Shampoo habe ich festes Shampoo hergestellt. Mit gemahlenem Früchtetee darin. Erstens spart das die Lebensmittelfarbe und zweitens braucht man weniger Lavendel Öl oder generell Duftöl. Ausprobieren können Sie nur die Kinder im Moment. Da ich ohne Haare nicht viel waschen kann. Aber Töchterchen findet die toll. Die Jungs sowieso!Kämmbarkeit nach dem waschen ist auch in Ordnung. Glanz und optisches Ergebnis: Hervorragend!

Die Jungs wollen nächstes Mal Kaffee oder Zitrone ins Shampoo. Jaaaa, Kaffee ist schwer im Kommen bei uns. Aber als Duftstoff finde ich es persönlich nicht so prickelnd….. lächel .

Hier das Rezept für die Basis- Haarseife:

Haarseife

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Die Idee

Aufgeben ist auch keine Option.

Die Krankheit entzieht mir und meiner Familie die Kindern die Existenzgrundlage.

Arbeiten kann ich, aber nur bedingt. Leider nicht in meinem alten, gewohnten Job. Das geht überhaupt nicht. Also muss ich mir etwas einfallen lassen.

Gesagt, getan. Die Idee steht.

Die letzten Nächte habe ich geplant, gedacht, recherchiert und schließlich mit allen guten Geistern einen Deal gemacht.

Etwas, für das ich erstens ausgebildet und zweitens wirklich ein sogenanntes „Händchen“ habe.

Es fehlt lediglich: Die passende Website- Fotos, Text und ein kleines Startkapital von ein paar Euro.

Also- packen wir es an!

Endlich…

Eine Entscheidung, die Leben rettet.

Grundsätzlich sind Behandlungskosten ein großes Thema bei Krebs. Viele Leistungen müssen privat gezahlt werden, deswegen freue ich mich, dass die wichtigste Untersuchung, für bestimmte Arten des Krebses, nach der Diagnose, endlich übernommen wird.

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/biomarker-test-bei-brustkrebs-diesen-kampf-wollte-ich-unbedingt-gewinnen-a-1273594.html

Stay strong

Er kam herein, grinste und meinte: „Die Frau aus dem Heli…. schon wieder hier?“

Ich hatte inzwischen ja nur noch einen 3mm Schnitt und Käppi auf und bekam runde Augen. Über den ganzen Nachmittag beobachtete er mich. Ich heulte, fluchte, bestellte mir chinesisches Essen und verzog mich permanent, mit einer Flasche Aleo- Vera Gel, zum Kopf einreiben ins Bett.

Schließlich stand er vorhin mit einer Schüssel, Rasierschaum und einem Rasierer vor mir. „Ich denke, ich sollte es tun, den sie sind zu schön, um ihre eigenen Haare gehen zu sehen!“

So saß ich eben gut 25 Minuten im Badezimmer und ließ mir von einem 24 Jährigem, sehr langsam und vorsichtig, meinen Kopf rasieren.

Sehr leicht, sehr zärtlich, sehr fürsorglich.

Auf seinem Unterarm steht

Stay strong

Januar mit Hühnerbrühe

Irgendwie will das neue Jahr noch nicht so recht. Ich liege flach mit Kehlkopfentzündung und Verdacht auf Lungenentzündung. Allerdings könnte ich es aufgeschnappt haben, von Söhnchens Kurztrips in die Kinderstation der Universität. Viren fliegen überall, dort aber besonders.

Wie immer, wenn eins der Kinder krank ist, koche ich Hühnersuppe. Diesmal für mich, aber natürlich auch für die Crew.

Ein Suppenhuhn habe ich leider keins bekommen in unserem kleinen Edeka. Nur frische Hähnchenbeine. Drei große Schenkel und frisches Suppengrün.

Also:

Frisches Suppengrün (2 Packungen aus der Salatabteilung)

3-5 Hähnchenschenkel

2 Lorbeerblätter

2 Nelken (ganz)

1 Teelöffel Salz

2 Wacholderbeeren

2 Zwiebel

Bund Petersilie (glatt oder kraus) zum Schluss feingehackt dazu

Alles gut waschen und putzen , die Schenkel kalt abspülen, das Gemüse je nach Gusto schneiden. Ich mache lieber große Stücke, weil nicht alle in der Familie Gemüse in der Suppe mögen.

Die Zwiebeln ohne Fett kurz anrösten, das Gemüse dazu und dann mit Wasser ablöschen. Die Hähnchenteile und Gewürze ins Wasser geben und c. 3 Stunden köcheln lassen, bei kleiner Hitze.

Die Suppe mit Salz, einem kleinen Stück Butter (Haselnussgrösse) und Muskatnuss abschmecken…….. hmmm

Das Fleisch fällt dann irgendwann von den Knochen und man muss vorsichtig die Knochen herauslesen, wenn man die Brühe abseiht.

Et voilà- die Hühnersuppe für Körper und Seele ist fertig!

Das Einkaufszentrum

Die Kinder haben Schuhe gebraucht. Der erste Kampf ist immer das Geld. Manche Arbeitgeber zahlen nicht pünktlich und manche Exmänner auch nicht. Also erstmal mit ein paar Tagen Verspätung ins Geschäft. Nun ist es ja nicht so, dass meine Kinder nur ein paar Schuhe haben, aber wegen diversen orthopädischen Hilfsmittel eben immer nur ein paar, die sozusagen „totgetrampelt“ werden. Lieblingsschuhe müssen eben alles miterleben. Einen Tag vor dem ersehnten Einkauf löste sich der Schuh meiner Tochter förmlich auf. Die Sohle hing vorne ab und man sah schon, dass etwas nicht stimmte. Ich schämte mich schon, damit in ein Geschäft zu gehen. Töchterchen sah das lockerer.

Bei Kindern ist so ein Schuhkauf leider sehr oft. Einmal im Quartal. Denn Füße wachsen manchmal wie Salat, bzw. Kinderschuhhersteller konzipieren diese Schuhe nur für Kölner Kinder, die den ganzen Tag die Hohe Straße auf und ab laufen und nie Dreck, Pfützen oder Kühe sehen. Letzteres Übel für Schuhe ist eher die Kuhweide oder der Kuhstall…

Landleben ist komplett anders.

„Gummistiefel“ werden einige Mütter jetzt brüllen. Ja, sicher, aber Kinder sind spontan und meine Kinder sowieso. Da wird der Kuh oder dem Pferd auf dem Schulweg noch kurz „Guten Morgen “ gesagt.

Drei Paar Schuhe, alle abgerockt in 8-12 Wochen. Orthopädentermin, Einlagen…Aufwand, Zeit, Geld. Fahrerei und Tränen, weil der Glitzerschuh als Stiefelette in Rot eben nicht mehr da war!

Kinder also ins Auto und ab ins große Einkaufsvergnügen zu den Leuten mit der komischen Sprache.

Einkaufen in Luxemburg ist bedingt günstiger, da viele Non- Food Artikel nicht unsere hohe Mehrwertsteuer haben und qualitativ einfach hochwertiger sind. Milch, Butter und Kaffee sind sowieso günstiger. Sprit sowieso (1,15 € für Super!) also was will ich dann bei Deichmann und Co, wenn ich da die letzten Male zwar günstig mit drei paar Schuhen heimgefahren bin, diese aber teilweise den ersten Regen nicht ohne gravierenden Schaden überstanden haben.

Fuhren wir also ins noch unbekannte Umgebungsland und kauften Schuhe. Relativ schnell und extrem passend in allen (von meinen Kindern) erstellten Kategorien, so fanden wir. Sogar günstiger als in Deutschland erstanden wir Markenschuhe, die hier für mich eher uninteressant sind, da Lebensdauer und Preis nicht harmonieren. In Rekordzeit von 20 Minuten ohne Tränen oder Diskussion.

Ein relativ normales, schönes Einkaufscenter mit Tierbedarf, H&M und außerdem einem Baumarkt im Keller. Eine Art „Buttlers“ nur viel billiger, Parfümerien und der bekannte Kram eben. Möbelladen um die Ecke.

Herz, was willst Du mehr?

Danach noch zu „Delhaize“, ein großer Lebensmittelladen ähnlich wie „Rewe“, aber anders. Es gibt frische Pommes im Kühlschrank dort, die man statt tiefgefroren, zuhause gleich zubereiten sollte. Günstige Muscheln in kleinen Packungen oder in großen Beuteln, was mich dann stark an die „Metro“ erinnerte. Lach, frische Hummer, der noch im Glaskasten herumschwamm. Frisches Sushi von einem Mann in einem Glashaus direkt in der Fischabteilung. Meine Kinder lieben Sushi und Töchterchen schlug zu.

Die Luxembourger lieben kleine Häppchen mit allen möglichen süßen oder herzhaften, leckeren Inhalten. Pasteten, irgendwas aus Blätterteig, mit Fleisch, Gemüse oder eben süß. Meistens sind sie tiefgefroren und auch wieder in Familienpackungen zu haben. Es gibt sogar Toast in 3x3cm großen Stücken mit Käse und Schinken dazwischen, zum „einfach-in den-Ofen-schieben“! Sicher ist noch eine geheime Soße dazwischen, den die Luxembourger lieben Senf- und Remouladensauce in allen erdenklichen Variationen. Andalusische Soße ist mein derzeitiger Favorit. …

Wir haben seit Jahren keinen sooooo gut sortierten Supermarkt gesehen und gerade mit Kindern ist dann so ein Besuch mehr als lustig, wenn man ohne Einkaufswagen unterwegs war, weil man ja „nur“ Brot kaufen wollte.

Die Frau an der Kasse kauderwelschte mich dann auch noch wegen Bonuspunkten und Rabatte für Bratpfannen und Jamie Oliver- Ausrüstung zu. Gott sei dank in verständlichem Französisch, mit Luxembourgerplatt hätte ich garantiert noch einen Tischgrill mitgekauft, aus Versehen, weil ich kein Ton verstanden hätte.

Habt ein schönes Wochenende!

Auspacken

Sagen wir so- gelandet. Wir packen aus und erkunden die neue Heimat.

Luxemburg ist schön. Einkaufen von Sprit und Tabak sehr günstig, aber kaufe nie bei Cactus….. denn da sind die Preise sensationell bodenlos. Ein kleines (!) Glas Nutella kostet stolze 8 Euro.

Sicher gibt es Aldis und eine Art Lidl und so etwas wie Kik- aber wer braucht eigentlich den ganzen Konsum, wenn man eine ordentliche Bäckerei und einen ordentlichen Metzger direkt vor der Haustür hat. Einen Palast von einem Altenheim hat unser Dorf auch, wir haben uns schon überlegt, ob es nur privilegierte ältere Menschen da hinein schaffen, oder ob man ein Haus der Stadt vererben muss dafür.

Die Kinder kauderwelschen sich so durch- neben Deutsch gibt es Französisch Unterricht und Luxemburgisch. Eine Mischung aus Englisch (das hat was mit den stationierten Amerikanern zu tun), Französisch und Deutsch, ergibt sehr faul und grammatikalisch natürlich sehr abenteuerlich eine absolute Geheimsprache: Das Platt!

Fangen meine Kollegen an sich zu unterhalten, bin ich schnell weg, um mir unangenehme Witze oder was auch immer zu ersparen, so denke ich zumindest. In Wirklichkeit wurde aber über die neue Freundin eines Kollegen gelästert, die einen extrem breiten Hintern zu haben scheint. Verstanden hatte ich irgendwie einen Streit mit einem Pferd, dessen Leistungen sehr anstrengend eingefahren werden müssen…. oder sowas in der Richtung.

Sagen wir mal so- es gibt kein online Wörterbuch für diese Art der Sprache und es ist von Dorf zu Dorf vollkommen verschieden. Alles klar? Kapitulation spätestens bei der Weihnachtsfeier- wir wollten auf den Schießplatz. Das wird sicher spaßig.

In Latein war ich auch nie gut. Archimedische (oder war es Pythagoras???) sprach in meiner Lateinarbeit nämlich auch: …. „Hey, Depp! Zerstöre bloß nicht meinen Zirkus!!!“