Das Einkaufszentrum

Die Kinder haben Schuhe gebraucht. Der erste Kampf ist immer das Geld. Manche Arbeitgeber zahlen nicht pünktlich und manche Exmänner auch nicht. Also erstmal mit ein paar Tagen Verspätung ins Geschäft. Nun ist es ja nicht so, dass meine Kinder nur ein paar Schuhe haben, aber wegen diversen orthopädischen Hilfsmittel eben immer nur ein paar, die sozusagen „totgetrampelt“ werden. Lieblingsschuhe müssen eben alles miterleben. Einen Tag vor dem ersehnten Einkauf löste sich der Schuh meiner Tochter förmlich auf. Die Sohle hing vorne ab und man sah schon, dass etwas nicht stimmte. Ich schämte mich schon, damit in ein Geschäft zu gehen. Töchterchen sah das lockerer.

Bei Kindern ist so ein Schuhkauf leider sehr oft. Einmal im Quartal. Denn Füße wachsen manchmal wie Salat, bzw. Kinderschuhhersteller konzipieren diese Schuhe nur für Kölner Kinder, die den ganzen Tag die Hohe Straße auf und ab laufen und nie Dreck, Pfützen oder Kühe sehen. Letzteres Übel für Schuhe ist eher die Kuhweide oder der Kuhstall…

Landleben ist komplett anders.

„Gummistiefel“ werden einige Mütter jetzt brüllen. Ja, sicher, aber Kinder sind spontan und meine Kinder sowieso. Da wird der Kuh oder dem Pferd auf dem Schulweg noch kurz „Guten Morgen “ gesagt.

Drei Paar Schuhe, alle abgerockt in 8-12 Wochen. Orthopädentermin, Einlagen…Aufwand, Zeit, Geld. Fahrerei und Tränen, weil der Glitzerschuh als Stiefelette in Rot eben nicht mehr da war!

Kinder also ins Auto und ab ins große Einkaufsvergnügen zu den Leuten mit der komischen Sprache.

Einkaufen in Luxemburg ist bedingt günstiger, da viele Non- Food Artikel nicht unsere hohe Mehrwertsteuer haben und qualitativ einfach hochwertiger sind. Milch, Butter und Kaffee sind sowieso günstiger. Sprit sowieso (1,15 € für Super!) also was will ich dann bei Deichmann und Co, wenn ich da die letzten Male zwar günstig mit drei paar Schuhen heimgefahren bin, diese aber teilweise den ersten Regen nicht ohne gravierenden Schaden überstanden haben.

Fuhren wir also ins noch unbekannte Umgebungsland und kauften Schuhe. Relativ schnell und extrem passend in allen (von meinen Kindern) erstellten Kategorien, so fanden wir. Sogar günstiger als in Deutschland erstanden wir Markenschuhe, die hier für mich eher uninteressant sind, da Lebensdauer und Preis nicht harmonieren. In Rekordzeit von 20 Minuten ohne Tränen oder Diskussion.

Ein relativ normales, schönes Einkaufscenter mit Tierbedarf, H&M und außerdem einem Baumarkt im Keller. Eine Art „Buttlers“ nur viel billiger, Parfümerien und der bekannte Kram eben. Möbelladen um die Ecke.

Herz, was willst Du mehr?

Danach noch zu „Delhaize“, ein großer Lebensmittelladen ähnlich wie „Rewe“, aber anders. Es gibt frische Pommes im Kühlschrank dort, die man statt tiefgefroren, zuhause gleich zubereiten sollte. Günstige Muscheln in kleinen Packungen oder in großen Beuteln, was mich dann stark an die „Metro“ erinnerte. Lach, frische Hummer, der noch im Glaskasten herumschwamm. Frisches Sushi von einem Mann in einem Glashaus direkt in der Fischabteilung. Meine Kinder lieben Sushi und Töchterchen schlug zu.

Die Luxembourger lieben kleine Häppchen mit allen möglichen süßen oder herzhaften, leckeren Inhalten. Pasteten, irgendwas aus Blätterteig, mit Fleisch, Gemüse oder eben süß. Meistens sind sie tiefgefroren und auch wieder in Familienpackungen zu haben. Es gibt sogar Toast in 3x3cm großen Stücken mit Käse und Schinken dazwischen, zum „einfach-in den-Ofen-schieben“! Sicher ist noch eine geheime Soße dazwischen, den die Luxembourger lieben Senf- und Remouladensauce in allen erdenklichen Variationen. Andalusische Soße ist mein derzeitiger Favorit. …

Wir haben seit Jahren keinen sooooo gut sortierten Supermarkt gesehen und gerade mit Kindern ist dann so ein Besuch mehr als lustig, wenn man ohne Einkaufswagen unterwegs war, weil man ja „nur“ Brot kaufen wollte.

Die Frau an der Kasse kauderwelschte mich dann auch noch wegen Bonuspunkten und Rabatte für Bratpfannen und Jamie Oliver- Ausrüstung zu. Gott sei dank in verständlichem Französisch, mit Luxembourgerplatt hätte ich garantiert noch einen Tischgrill mitgekauft, aus Versehen, weil ich kein Ton verstanden hätte.

Habt ein schönes Wochenende!

Auspacken

Sagen wir so- gelandet. Wir packen aus und erkunden die neue Heimat.

Luxemburg ist schön. Einkaufen von Sprit und Tabak sehr günstig, aber kaufe nie bei Cactus….. denn da sind die Preise sensationell bodenlos. Ein kleines (!) Glas Nutella kostet stolze 8 Euro.

Sicher gibt es Aldis und eine Art Lidl und so etwas wie Kik- aber wer braucht eigentlich den ganzen Konsum, wenn man eine ordentliche Bäckerei und einen ordentlichen Metzger direkt vor der Haustür hat. Einen Palast von einem Altenheim hat unser Dorf auch, wir haben uns schon überlegt, ob es nur privilegierte ältere Menschen da hinein schaffen, oder ob man ein Haus der Stadt vererben muss dafür.

Die Kinder kauderwelschen sich so durch- neben Deutsch gibt es Französisch Unterricht und Luxemburgisch. Eine Mischung aus Englisch (das hat was mit den stationierten Amerikanern zu tun), Französisch und Deutsch, ergibt sehr faul und grammatikalisch natürlich sehr abenteuerlich eine absolute Geheimsprache: Das Platt!

Fangen meine Kollegen an sich zu unterhalten, bin ich schnell weg, um mir unangenehme Witze oder was auch immer zu ersparen, so denke ich zumindest. In Wirklichkeit wurde aber über die neue Freundin eines Kollegen gelästert, die einen extrem breiten Hintern zu haben scheint. Verstanden hatte ich irgendwie einen Streit mit einem Pferd, dessen Leistungen sehr anstrengend eingefahren werden müssen…. oder sowas in der Richtung.

Sagen wir mal so- es gibt kein online Wörterbuch für diese Art der Sprache und es ist von Dorf zu Dorf vollkommen verschieden. Alles klar? Kapitulation spätestens bei der Weihnachtsfeier- wir wollten auf den Schießplatz. Das wird sicher spaßig.

In Latein war ich auch nie gut. Archimedische (oder war es Pythagoras???) sprach in meiner Lateinarbeit nämlich auch: …. „Hey, Depp! Zerstöre bloß nicht meinen Zirkus!!!“

Herbst in der Eifel

Meine Gänse

…haben sich um eine Gans vermehrt. Ich freue mich, dass es Ihnen in der freien Natur so gut geht und letztes Jahr nicht in meinem Kochtopf landeten.

Sie wohnen an einem geheimen Ort, an dem wir sie regelmäßig besuchen. Sonntagsgrüsse von Eurer Frau Sahne!

Von…

verpassten Chancen, kleinen Gigs in Bars, Backstage- Geschichte, Blitzlichtern, Kamera- Fails. Hochzeiten und Todesfällen.

Von Blumenwiesen unter Rebzeilen, kleinen Glücksmomenten unter Robinien, Picknicken mit Staffelei und Pinseln. Von der Liebe, dem Weg zurück, den es nicht gibt und einem großen Verlust.

Von dem langen Weg in eine Realität und Gegenwart, die nicht meine ist. Von dem Leben, dass ich aufgedrückt bekommen habe, für den Preis des Glücks. Von der Unendlichkeit des Seins und der Hoffnung, die man doch nie aufgibt.

Demnächst…

Grace

Said I loved you without hesitationSo easy for you to break my foolish heart

Now I wonder if you ever speak my name

Will I always be defined by my mistakes?
In the arms of the saint I’m a stranger

We’re all trying to find our way

At the death of every darkness there’s a morning

Though we all try

We all try

We’re all one step from grace
I made myself believe

There was no fight left in me

But redemption doesn’t fall down at your feet

In the half light

We raised a hand to my defeat

And I watched the world fall

And I rebuilt it piece by piece

In the arms of the saint I’m a stranger

We’re all trying to find our way

At the death of every darkness there’s a morning

Though we all try

We all try

We’re all one step from grace
I wonder why we give up on love

When it’s all it really needs

You and I we suffered this enough

We all try

We all try

We’re all one step from grace
In the arms of the saint I’m a stranger

We’re all trying to find our way

At the death of every darkness there’s a morning

Though we all try

We all try

We’re all one step from grace
Rag’n‘ Bone Man

Zimtschnecken

Bevor man anfängt, sollten alle Zutaten Raumtemperatur haben.
500 ml Milch

50 g Hefe , (frisch)

1 Ei(er)

2 TL Salz

60 g Zucker

250 g Margarine oder Butter

1 EL Kardamom

900 g Mehl (Weizenmehl)

Für die Füllung:

150 g Zucker

1,5 TL Zimt

150 g Margarine , evtl. bis 250 g

Zum Bestreichen:

1 Ei(er)

Zum Verzieren:

Mandel(n) , (Späne) und oder Hagelzucker
Die Hefe in Stückchen in eine Schüssel geben und mit lauwarmer Milch übergießen. Ei, Zucker, Salz, Kardamom, ein Teil Mehl und weiche Margarine/flüssige dazugeben, danach den Rest des Mehles.

Den Teig gut durchkneten und an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Den gegangenen Teig noch mal gut verkneten. Auf diese Weise entfernt man die Gasblasen, und das Gebäck kann schön gleichmäßig aufgehen. 

Den Teig zu einer ca. 1 cm dicken, rechteckigen Platte ausrollen. Diese mit weicher Margarine bestreichen. Zucker und Zimt darüber streuen. Die Teigplatte zu einer Rolle formen, aus der man schräg dreieckige Stücke herausschneidet. Mit dem Messergriff oder dem Finger das obere Teil (die schmalste Stelle) herunterdrücken. Das Gebäck gehen lassen. Im Zimmer darf kein Durchzug sein. Die aufgegangenen Zimtschnecken mit geschlagenem Ei bestreichen und mit Mandelsplittern und oder Hagelzucker bestreuen. 

Bei 250 °C ca. 15 – 20 Min backen. Man kann den „Inhalt“ auch variieren, nehme auch mal Honig, Nutella oder einfach nur mit Butter und Zucker. Manche mögen einfach alles ohne, dann kann man auch „Brötchen“ formen oder auch Hefezöpfe.

Ich habe ihn in Rosenformen gebacken

Stilblüten

Stilblüten

„Mama schläft! Komm wir fragen Mama einfach, ob wir dürfen!“ … der Fünfjährige zu seiner Schwester….

„Mir ist wang- leibig!“

„Wann sind wir da? Jeeeetzt? Jeeetzt?“- nach einer halben Stunde sind wir da. Meine Tochter: „Ah wir sind da!? Jetzt!? Das entspricht voll und ganz meinen Erwartungen!“

„Ich habe Bauchweh!“ Raclette… und jede Menge Pilze, Käse und Fleisch liegen schwer im Kindermagen…    „Ich mach Dir eine Wärmflasche!“ Nach 3 Minuten komme ich mit der Wärmflasche ins Zimmer- Kind weint: „Ich habe so entsetzlich Hunger!“ Ich:“???? Hunger?Du hast zuviel gegessen, deswegen hast Du Bauchweh!“ Sie:“Wenn ich ganz lieb bin, darf ich dann bei Dir ins Bett, und fern sehen, dann weiß auch mein Bauch, dass er nur Chips essen kann, die mir nicht schmecken und überlegt es sich dann anders???“

Ich Toilette. Kind sieht die offene Tür, kommt rein. „Darf ich bei Dir sein?“ „Öhhh Schatz, ich liebe Dich, aber Mama muss mal und ich würde das gerne alleine tun!“  „Okay- dann guck ich weg!“   …sprach der kleine Mann, zog sich die Hose runter und pinkelte in die Dusche!

„Warum tust Du das (egal was passiert war, irgendwas macht mein Herzblatt immer falsch… lach…)? Habe schon genug Arbeit heute!“ Er rollt die Augen: „Ich war das nicht! Und wenn, kann ich mich nicht erinnern! Peeeeeeeng… mein Schaltkreis war permanent überhitzt!“

„Ich habe noch gar keine Hausaufgaben gemacht, heute!“ Große blaue Augen sehen mich erschrocken an. „Du gehst doch noch in den Kindergarten! Welche Hausaufgaben?“ „Kein Problem, ….stimmt- dann erkläre ich das so…dem Lehrer, halt morgen !“ 

„Wie, Du hast kein Geld (für überflüssiges Spielzeug….Anmerkung von mir, der Mutter!)? Dann geh doch zum Bankautomat und hole Dir neues Geld raus!“   „Da kommt gerade auch kein Geld raus.“ Der Fünfjährige nimmt einen entschlossenen  Gesichtsausdruck an. Macht große, runde Augen und spricht:

„Dann tritt halt dagegen! Soll ich mitkommen???“

Musik, von Herzen

Das ist meine Freundin- kann ich mit sehr viel Stolz behaupten- 

Hört sie Euch an! Einfach wunderbar 😊 

Musik
Oder:

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Verwirrt 
Ich sass gestern in der Klinik und wartete auf meine Untersuchung. Plötzlich schwebte Sie vorbei… und bis zu diesem Zeitpunkt dachte ich eigentlich, ich stehe auf Männer. Nein- eigentlich bin ich immer noch der Überzeugung, dass ich es tue. Aber diese Frau riss mich für ein paar Momente echt sozusagen „vom Stuhl“. Gross,mit welligem supertollem blondem Haar und irgendwie gewaltig.Mit einem grünen Kleid und weissem offenem Arztkittel. Huch! Sie baute sich vor mir auf, nachdem sie mich während ihres Schwebens erblickt hatte. „Sie hier???!“ sang sie. Diese Frau ist nicht nur vom Aussehen umwerfend , ihre Stimme ist es definitiv auch! Tief……ziemlich tief und mit bulgarischem Akzent. Ich war verwirrt. Kannte ich sie, kannte sie mich? Ich schluckte- und lief rot an! Sie fing an zu lächeln. „Oh- das war eine Verrrrwrchselung!“ säuselte sie. Ich sah, dass sie ebenfalls rot wurde. Ich nickte, plötzlich irgendwie angespannt und komplett sprachlos. Sie lächelte wieder und ging. Drehte sich einfach um und schwebte aus der Halle. Unglaublich. Sie war weg. Peng. 

Mein Kopf ist seit dem auch etwas „Peng“! 

Scheinbar gibt es Menschen, die Grundlagen aus der Fassung bringen können. Mann oder Frau- das macht unser Leben wohl aus….😉