Autobahn

Autobahn

Heute Bonn- ich mag keinen Stau und ich mag auch nicht so gerne den Stadtstress.  Das ist der Vorteil, wenn man am Ende der Welt wohnt. Ruhe. Klein und fein liegt unser Dorf irgendwo im Nirgendwo.  Dafür gibt es hier, in der großen Stadt, einen Japaner, der gutes Sushi bereitet, ….jede Menge Weihnachtsgeschenke und ich brauche Schuhe! So ein Trip ist für mich mittlerweile etwas Besonderes und ich genieße den Luxus heute Abend aber wieder- irgendwo im Nirgendwo-Sternschnuppen zu zählen . ……

Funkloch

Man ist gerade im spannenden Teil einer Online- Unterhaltung und da schlägt die Eifel zu. Handynetz tot.

Komplett. Stundenlang. 

Wir wohnen in der Nähe eines riesigen Mastes. Eigentlich darunter. Es sind die Orte in Deutschland, in der der zivilisierte Mensch kein Haus kauft. Zwri winzige Dörfer in einem Loch- ohne Bäcker oder sonstige Läden.  Erst in  20km .Die Telekom spendet zwar eine  6000 er Leitung- aber nur nach 12 Wochen Wartezeit und mit Androhung einer Klage auf Schadensersatz. ….

Dafür sehen wir im Nebel die Sonne aufgehen, hören nachts die Windräder, so laut, wie als Untermalung einer Horrorfilmszene… und genießen die pure Natur, zwölf Stunden am Tag……

Wir leben es…    

Was ich so tue…

…wenn ich nicht meine Sprösslinge hüte, putze, Gassi gehe oder Wäsche aufhänge?  Bloggen, malen und fotografieren  und mir kreative Dinge einfallen lassen.  Ohne DSL zwar zäher, aber nicht unmöglich und tatsächlich kommunikativer. Man redet mehr mit Leuten, wenn man das Internet nicht nutzt. Man hat mehr Zeit und trifft plötzlich auf die Ursprünge der eigenen Kreativität.  Ruhe und Gelassenheit,  Entspannung und Erholung. Verdienstausfall hin oder her, es hat etwas von einer plötzlich verschobenen Existenzgrundlage. Eine andere Wahrnehmung seiner eigenen Kompetenz?  Vielleicht sicherer und effektiver. Warten wir es ab.