Samstagsschmaus

Mit Äpfeln und Orangen gefüllt und mit Zucker und Paprika glasiert 

Es überkam mich einfach ….

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Die Gans, die eine Ente war

Wie jedes Jahr gab es auch dieses Jahr wieder die Diskussion des Speiseplans an Weihnachten. Aus diversen Gründen hatte sich der Heilige Abend von Ragout mit Pasteten zu Kartoffelsalat mit Wienern gewandelt und ich muss sagen, das hatte was. Kein Dreck! Für mich war es das erste Mal, dass ich Kartoffelsalat toll fand, am Heiligen Abend. Aber, nun ja…
Für den ersten Feiertag habe ich mich breit schlagen lassen. Gans! Allerdings weigerte ich mich das arme Tier „zuzurichten, den Hintern mit Hack oder Pflaumen vollzustopfen und zuzunähen. Irgendwie zu massieren mit Salz und Pfeffer, oder wie auch immer anzufassen.
Stattdessen gabs ein Fix-und Fertig-Geflügel vom Heimservice Eismann. Gefüllt mit Pflaumen, Mandeln und Äpfel. Toll!
Das Ding war nur aufzutauen und 2 Stunden in die Röhre zu stecken. Soweit klingt das gut, einfach und nach wenig Dreck! Bei vielen Kindern, viel Spielzeug und ständig nicht genug heißes Wasser aus der Leitung und verdammt wenig Zeit, weil man ja immer 8 Arme braucht, PRIMA!
Das mit dem heißen Wasser ist übrigens ein grosses Problem. Eifelhäuser haben oft nur ein Kaltwasseranschluss in der Küche. Ölheizung und Durchlauferhitzer. Für manche nichtmal das. Durchlauferhitzer benötigen einen Starkstromanschluss. Statt dessen haben wir ein Untertischgerät, ein Boiler also, mit 5 Litern heißes Wasser, die mir eher wie 2 Liter vorkommen. Im nächsten Leben hacke ich die Wand auf,um das Problem zu lösen… Soweit, sogut, schmorte die Ente also im Ofen.
Hier mal das Entensaucenrezept:

2 El Zucker in
Butterschmalz auflösen.Kurz vorm braun werden, (also bevor der Zucker brennt!)
Baconwürfel dazu.
(das liest sich schweinisch, ist es auch!:-).
Kurz den Speck karamelisieren……..ahhhhhhhhh….uhhhhh….
dann mit Tasse Glühwein aufgießen.
Es geht auch Rotwein. Der Glühwein war übrig.
2 Nelken,
2 Tassen Brühe, etwas Salz,
eine handvoll geschnittener Backpflaumen hinein.
Kochen lassen und nach belieben andicken.

So, die Ente war dann irgendwann fertig und die Küche schwamm trotzdem im Fett. Der Ofen von innen und außen, und von der Herd- und Arbeitsplatte tropfte nach dem tranchieren die Brühe auf den Boden. Entensaft in jeder Ecke. Iegendwie hatte mein Mann etwas missverstanden und emsig in der Frühe 2 Kilo Kartoffel geschält. Statt Klössen gab’s dann Kartoffel ohne Salz (weil ich dachte das wäre schon im Topf!) und Rotkohl aus dem Glas. Übrigens mit restlichem Kinderglühwein abgeschmeckt. Das war sooo lecker. Wirklich. Es klingt hier ironisch, aber es war das beste Essen dieses Jahr, was im Aufwand noch Konkurenz sucht.
Wir brachten alle Kids ins Bett, bevor ich dann (bis eben) die Küche schrubbte. Bang und Biff, oder sowas, hilft immer. Nur mit kaltem Wasser eher weniger. Aber macht ja nichts, für so eine zarte, leckere Entengans kann dann die Spülmaschine auch dreimal rennen….kommt ja nur Weihnachten vor.