Parmesanhippen

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Zum Wein, oder als Deko zum Steak, oder Salat Topping.

Frisch geraspelten Parmesan in der beschichteten Pfanne schmelzen, Szechuan Pfeffer darauf und noch warm „in Form“ biegen. Einfacher geht das Aufhübschen von gewohnten Anblicken wohl nicht.

I’m proudly present: Möhrencreme

So ist das, wenn der 30. kurz vor einem Feiertag ist und der Geldsegen dann erst am Montag kommt. Frau wird kreativ. Frau wir auch deswegen kreativ, weil der Supermarkt im übernächsten Dorf ca. 15km weit weg und der Tank leer ist. Also :

250g Möhren
1 kleine fein gewürfelte Zwiebel
140 g Tomatenmark, das ist eine „grosse“ Dose
1 Tl Salz
100 g Butter
1 Tl Oregano
1 Tl Thymian
0,5 Tl Rosmarin
2 El Wasser

Die Zwiebel würfeln und in einem kleinen Stück Butter (von dem 100g) andünsten. Das Tomatenmark kurz dazu und die restliche Butter.
Die Möhren reiben und mitdünsten. Würzen mit den Kräutern und Salz. Solange kochen, bis die Karotte etwas weich geworden ist und die Flüssigkeit verdampft. Ca. 10 min.
Dann nochmal pürieren.
In gespülten Marmeladengläsern, ist das im Kühlschrank, ein paar Tage gut haltbar.
Geht auch gut als Pesto 😉

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Frittieren

Ich, heute morgen— neuen Uhr einkaufen. Allein. Grosseinkauf. DIENSTAG.

Bei Lidl gab es eine Friteuse. Ich, als Mutter der gesunden Kinderernährungsküche besitze keine.
Sie lächelte mich an, schrie gerade zu : „KAUF MICH!“ Also packte ich das Teil unter den Arm, zwei Stangen Fett dazu und noch zwei Säcke Fritten. Es gibt Fritten- Baby! Im Turbo bin ich durch den Lidl gerast. Ich musste wieder heim. Schnell, denn ich konnte es kaum erwarten.
Dann viel mir aber ein, dass Töchterchen leider kaum Pommes isst. Also musste ich noch irgendetwas kaufen, was auch meine Tochter satt macht. Beim Geflügelhof-Laden kaufte ich noch Hähnchenbrust und im Asia-Laden Tempura-Teig.
Tempura wird mit Wasser angerührt, das Geflügel darin herumgewälzt und dann fritiert.
Prima.
Heute gibt es also frische Pommes und Hähnchenbrust in Tempura-Teig. Jetzt sitze ich hier und warte bis die hungrigen Mäuler aufwachen….

Als Deko werfe ich noch Salbeiblätter kurz mit ins Fett….

Fingerfood für Irre

Einst ging ich mit einem Künstler picknicken, doch was dann geschah… am Ende waren zwei Leinwände voller Farbe und die Bäuche gefüllt. Ach ja, es gab ein heftiges Gewitter an diesem Tag.

Man nehme:

Cocktailtomaten, jede Menge,
250 g Hack,
1 Ei,
2 kleine Frühlingszwiebeln (ohne das Grün)
Brötchen vom Tag davor- eingeweicht, ausgedrückt und untergeknetet zum Hack,
Gewürze, also die sollte man haben,
Salz,
Pfeffer,
Knobi,
Teelöffel Senf und Esslöffel Balsamico,
werden zu kleinen Frikadellen, die man rund macht, angebraten.

Old Cheddar oder griechischer Schafskäse (das ist Geschmackssache)-
Den Schafskäse kann man entweder in die kleinen Kugeln arbeiten, oder den Cheddar gerieben darüber, so dass er noch verläuft.

Fertig, doch dann:

2 Putenschnitzel,
1 kleine frische Ananas
die man, in mundgerechten Stücken, einfach scharf mit dem Fleisch anbrät, dann mit halben Tomaten aufspießt.

Und noch ein Salat:

Nudeln, Farfalle ist nett
Mais
Remoulade
roter Paprika
Essig
Gemüsebrühe
etwas Öl
CHILI
werden zu einem Nudelsalat

Den Rest Tomaten mit Balsamico schmücken und dazu Weissbrot. Alles eindosen, Schampus dazu und ab geht’s…

Pelmeni

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Hier sind die Pelmeni noch ungekocht 🙂

Ich kaufe in letzter Zeit öfters den fertigen Nudelteig. Ich bin ja nicht Superwoman… Nudelteig selbst kneten, dazu fehlt mir die Zeit.
Von der Firma Bürger gibt’s tollen „Maultaschenteig“, den man für Pelmeni schnell und einfach benutzten kann.

Also, 4Pack Nudelteig und ein Ei verquirlt- zum bestreichen, damit es klebt.
Für die Füllung:
1 kg Hackfleisch gemischt
2 Stk. Zwiebel
2 Stk. Knoblauch
100 ml Milch
Salz und Pfeffer

Das Hackfleisch in eine Schüssel geben. Knoblauch und Zwiebeln ganz fein hacken (vieleicht leicht anschwitzen?)und zum Hack geben. Milch noch dazu, damit das Hack weicher ist, dann mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Alles mischen.
Da ich glückliche Besitzerin einer Pelmeni-Form bin, geht es schnell. Ein Stück Teigf auf die Lochplatte legen und in jede Mulde ca einen TL. von der Hackmasse füllen. Die Ränder einer jeden Mulde, mit Ei bestreichen. Das zweite Stück Teig darauflegen und mit dem Nudelholz kräftig darüberrollen. Schon hat man 32 kleine Maultäschchen. Mit den restlichen Teigstücken genauso weitermachen.
Für diejenigen, die leider keine Pelmeni Form haben: Den Teig auffalten (er ist mit Papier zusammengerollt) mit einem Glas o.ä. rund ausstechen, etwas Füllung auf den Kreis, zusammenklappen, und dann mit den Fingern gut zusammendrücken. Vieleicht auch mit Ei verkleben.
Den Teig, der an den Rändern der Lochplatte übersteht, kann man nicht mehr verwenden für Pelmeni.Ich schneide ihn aber in Streifen und koche ihn als Suppeneinlage. Prima Nudelsuppe!

Die Pilmeni kochen:
In einem grossen Topf Wasser mit etwas Salz und Olivenöl zum kochen bringen. Die Pelmeni portionsweise hineingeben und 3-5 min ziehen lassen. Mit einem Schaumlöffel abschöpfen.

So kann man sie servieren:

1.) Aus dem Kochwasser gefischt, auf den Teller, Tafelessig darüber träufeln.
2.) In einer Gemüsebrühe.
3.) etwas Creme Fraiche, oder Saure Sahne, mit Salz und Pfeffer mischen und die Pilmeni darin eindippen.
Ach ja, sie lassen sich prima einfrieren und mitnehmen. Auf Reisen, ins Krankenhaus, zur Familie… Warm und kalt essen….

Übrigens gibt es die Pelmeniform auch von Tupper, ist aber teuer. Besser in einen russsischen Laden gehen…Plastik ist prima. Und das Wellholz von Tupper (für die die den Teig doch selbst machen) ist auch nicht geeignet. Zu schwach! Holz, von der Oma. Das ist für Nudelteig optimal. Dann klebt er auch nicht fest.
Guten !

Hier sind sie gekocht 🙂
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"Sauberes Hähnchen" und "schlotziges Gemüse"

Meine Putzfrau ist eine ganz prima Frau. Sie ist eigentlich das Gegenteil von dem, was man unter einer dreifachen Mutter, russischer Herkunft erwarten möchte. Sie weiß instinktiv, was zu tun ist. Welche Wäsche welchem meiner Kinder gehört, obwohl ich da schon selbst ins trudeln komme. Fast Alles ist gleich groß… Sie weiß, wieviele Hemden der Kleiderschrank meines Mannes birgt und wieviele herrenlose Socken sich im Schlafzimmer finden lassen. Sie findet immer neue Vertecke für wichtige Dinge, wie z.B. einen ganzen Pack Klopapier, der einfach nicht mehr aufzufinden ist. Oder Putzmittel, die schonmal an Kleiderhaken hängen, zusammen mit den Handyladekabeln. Sie findet immer neue Mützen, Jacken und Schals der Kinder, beim Abholen aus dem Kindergarten, auch wenn sie nicht alle uns gehören und ich dann schonmal schräge Blicke ernte, wenn ich den Kram wieder grosszügig zurückbringe. Sie ist Nanny, Bügelfrau, Haushaltshilfe und Putzfrau. Aber alles zu 100%!Nur hat sie Waschmaschinenverbot. Seit sämtliche, weiße Hemdem, rosa wurden, aus unerfindlichen (roten Babysocken!) Gründen. Ach und kochen, das kann sie auch nicht. Das gibt sie auch zu und da ist sie stolz drauf. Trotzdem bringt sie mir jeden Freitag eine Rezeptidee mit. Ich weiß nich, ob das alles die Ideen ihrer Mutter sind, die ihrerseits ihren Haushalt schmeißt, aber sie funktionieren. Zumindest bei meinen Kindern. Denn diese Kochideen sind einfach nur kinderfreundlich, halbwegs gesund UND lecker.
Hier das „Saubere Hähnchen“, weil man alles im Ofen macht.
Also, ein
Hähnchen zerteilen, die Stücke mit Salz, Pfeffer, rotem Paprika (oder was auch immer sonst so schmeckt :)) und einem Becher Saure Sahne „einbalsamieren“.
Die Teile bei 180°C ca. 45 min im Ofen, auf Backpapier, backen.
Dazu:
Nudeln ZUSAMMEN mit TK- Erbsen und Karotten in Brühe, weich kochen.
ACHTUNG:
Bitte ausrechnen, welche Nudeln, wie lange und ebenso das Gemüse.
Wenn alles weich ist, das Wasser bis auf ca. 4 El. abgießen und einen halben Becher Sahne darunter rühren.
Für Erwachsene geht Joghurt, statt Hüftgold und noch etwas Schnittlauch, Frühlingszwiebeln und Coktail- Tomatos dazu.
Es ist „schlotzig“, dieses Gericht, aber es muss auch mal sein.

Ach ja, und sozialversichert ist meine Perle natürlich auch 😀

Crêpes und acht Jahre warten…

Meine Oma, Jahrgang 1923, eine liebenswerte, einfache, praktische Bauersfrau, lernte mit 17 meinen Opa kennen. Dann kam der Krieg. Sie verloren sich. 1943 erfuhr meine Oma, dass mein Opa in russische Gefangenschaft gekommen ist. Sibirien, irgendwo in einem Lager,Braunkohle abbauen. Sie bekam öfters Post, so wusste sie, dass er noch lebt. Sie wartete. Dann, als einer der Letzten wurde er befreit. Krank, abgemagert, kaum wiederzuerkennen. 1950 heiratete mein Opa meine Oma. Nach acht Jahren, warten, hoffen und lieben.
Früher, in ihrer alten Wohnung standen wir oft am Herd, backten Crêpes, bestrichen sie mit Quittengelee und meine Grosseltern erzählten. Von Zigarettendosen aus alten Konservendosen gebaut, Kriegs-Fotografen auf Motorrädern, Weihnachten mit Wollsocken-Fäden-Lametta an selbstgebastelten Holzbäumchen und der grossen Liebe, und das gemeinsam Sterne ansehen, das Einzige sein kann.

Hier mein Crêpes Rezept:

5 Eier
etwas Salz (weniger als Messerspitze)
1 Liter Milch
einen Stich geschmolzene Butter (oder Öl)
soviel Mehl, dass der Teig cremig, nicht wassrig aber auch nicht zu dick ist.
Alles verrühren, nicht mixen!
Öl in der Pfanne und
VIEL ZEIT!

Den Teig sehr lange stehen lassen, mindestens eine Stunde. Damit das Mehl quellen kann.
Backen und dann mit Quittenmarmelade, z.B. von „Bonne Maman“ bestreichen..