Laterne, rabimmel, rabammel…. Fertig !


…. mein Liebster musste natürlich wieder einen draufsetzen !


😂

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Laterne, Laterne….Sonne, Mond und Käseschachtel……

Nachdem Söhnchen es endlich gepackt hat, eine Käseschachtel mit in den Kindergarten zu bugsieren, war die 5 Liter Plastikflasche erstmal vom Tisch. Wir erinnern uns…

Der Schmelzkäse wird seit drei Tagen tapfer gegessen, obwohl Söhnchen zwar erklärt, dass er eigentlich ungenießbar sei, aber er es wegen der Käseschachtel für „seine Laterne“trotzdem „vernichte“.  Er ist konsequent, dass muss man schon sagen. Seine Geschwister verzichten gerne auf die dreieckigen Käsegenüsse und harren der Laternen, die da so kommen.  Denn schon ist das nächste Eltern- Event angesagt. „Hurra, es ist wieder Laternenzeit, wir basteln gemeinsam an zwei Tagen (hier kann man dann wählen…), in der Schule-….    der Unkostenbeitrag beträgt dieses Jahr auch nur 7,80 Euro…..“ Der Zettel lag jeweils in den Mäppchen, der zwei potentiellen Laternenschwinger, und sollte unterschrieben zurück.

Nein, ohne mich. Letztes Jahr erinnere ich mich mich heute mit Krausen an drei Stunden „Minion- Laterne“- basteln für 8,50Euro, wo ich eigentlich ein Bastelset mit eine LED Lampe -mit Solarzelle (!), dafür bekommen hätte. Ok, Solar wäre ja Käse, weil Nacht, aber für 8,50Euro alle Teile selbst vorzeichnen, ausschneiden und zusammenkleben, im Klassenzimmer….. an den  Zwergentischen und Minni-Stühlen der Erstklässler…   muaaaaahhhhh!

Ich erinnere mich mit Schrecken daran, dass ich mit anderen hochmotivierten Müttern und zwei Vätern versuchte (hier liegt die Betonung!) ,diese Minion-Laterne, halbwegs brauchbar und optisch vertretbar, zusammenzuschustern. Mein Sohn war nach 10 min mit zwei seiner Kumpels auf dem Schulhof verschwunden und wir Eltern hockten, und klebten Wackelaugen mit der Heissklebepistole.

Nach einer Ewigkeit hatte ich die Laterne dann auch fertig, hängte sie zum Trocknen auf und Söhnchen versprach, sie am nächsten Tag mit nach Hause zu bringen. Dem optischen „wer-hat-den-Schönsten-im-Ganzen-Land- Wettbewerb “ zwischen den Müttern hielt mein Minion sogar noch stand. Hehe, Stolz! Aber ich hätte mir denken können, dass das ‚Heimbringen‘ schief geht. Das Ding sah am nächsten Tag aus, wie die Minions am Ende des ersten Film-Teils…    Der gelb- blaue, mit Liebe ausgeschnittene Minion  war schief, ihm fehlte das linke Auge und er hatte einen, sehr wenig ansprechenden Knitterlook als Bauch. Die vorher runde Laterne war nun oval und knisterte bei jeder Bewegung…genauso, wie das Frau Mutter, bei einer Transparentpapier-Laterne gar nicht hören will.         Irgendein Jonas war : „…gleichzeitig mit der Laterne und mir…durch die Bustür….sooooooo eingestiegen….“ Bei der Demonstration in unserem Wohnzimmer knallte die Laterne gleich nocheinmal gegen den heimischen Türrahmen und blieb dann, …… oval. Prima!

Der Martinstag kam und mein Liebster entschied kurzfristig von der Gasflasche und dem Leiterwagen diesmal Abstand zu nehmen, denn die Feuerwehr hatte vorher solche „überdimensionalen Feuerobjekte“ verboten. Sprichwörtlich in letzter Minute fiel der Laternenumzug dann doch ganz ins Wasser, da es in Strömen regnete und zwei meiner Kinder mit Mittelohrentzündung, nicht hätten mitgehen können….und die Familie geht entweder komplett, oder gar nicht! Das Martins-Feuer im Dorf wurde trotzdem gezündet und brasselte 20 Meter hoch. Wie in der Eifel üblich, war es trotz des Regens riesig und man konnte es aus fast jedem Kinderzimmerfenster sehen. Bis weit nach Mitternacht. 

So war das letztes Jahr. 

Dieses Jahr beschließe ich, das selbst in die Hand zu nehmen. Entweder eine Upcycling- Version, oder Bastelsets….. am Wochenende…..mit den Kindern. Aber dann auch nur die Kinder und ich… oder ich, der Fernseher und die Heissklebepistole… egal…..

 Jedenfalls ohne Wettbewerb, zwischen den Mamis, ohne Bustür, Wackelaugen und Stress. Auf Fotos dürft Ihr Euch freuen.